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Molière


Molière (eigentlich Jean-Baptiste Poquelin), geboren vermutlich am 14. Januar 1622 in Paris. Er gilt bis heute als einer der bedeutendsten französischen Dramatiker, war ebenfalls als Schauspieler und Theaterdirektor tätig.
Als Sohn eines Händlers für Heimtextilien verbringt er Kindheit und Jugend in Paris. Mit 20 lernt er die Schauspielerin Madeleine Béjart kennen, die ihn in seinem Drang zum Theater bestärkt. Es folgen 13 Jahre Wanderschaft mit einer Theatertruppe, die er mit Madeleine und ihren Geschwistern gründet. Zurück in Paris, holt ihn der junge König Louis XIV an seinen Hof. Molière steigt zum Vergnügungsdirektor des Königs auf und kreiert große Inszenierungen zusammen mit dem Komponisten Lully am Hof von Versailles. Seine späten, bis heute weltberühmten Komödien beschäftigen sich mit Spielarten menschlicher Heuchelei: »Tartuffe oder Der Schwindler« (1664), »Der Geizige« (1668) und »Der Menschenfeind« (1666). Diese und andere heute klassischen Werke erheben die Komödie zu einer der Tragödie adäquaten Gattung. Vor allem wird mit seinen Stücken das Theater für einige Jahre zum Diskussionsforum für die Probleme »richtigen« und »falschen« Verhaltens in der Gesellschaft der Zeit.
»Der eingebildete Kranke« (1673) wird in bitterer Ironie das letzte Stück Molières, die Hauptrolle des eingebildet Kranken seine letzte Rolle. Bei der vierten Aufführung am 17. Februar 1673 erleidet er einen Schwächeanfall und stirbt wenig später an dessen Folgen.
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