login | edit
login | edit
schaubühne berlin
Home
 
 

»Die Macht der Finsternis«


von Leo Tolstoi
Regie: Michael Thalheimer (ca. 90 Min.)

Deutsch von Andrea Clemen
Premiere war am 21. Mai 2011

Bauer Pёtr liegt im Sterben. Sein Hof verkommt, seine junge Frau Anisja und ihr junger Liebhaber, der Knecht Nikita, lauern gierig auf das Erbe. Doch sein Tod lässt auf sich warten. Nikita beginnt eine Affäre mit der schwerhörigen, etwas zurückgebliebenen Tochter des Bauern. Anisja besorgt bei seiner Mutter Gift, um sein Ableben zu beschleunigen. Ihre größte Sorge ist allerdings, dass er ihr bis zu seinem Tod nicht verrät, wo sein Geld versteckt ist. Nach dem qualvollen Tod des Bauern will Nikita die nun reiche Witwe und Erbin des Hofes heiraten. Doch die Tochter ist inzwischen von ihm schwan- ger. Seine zukünftige Frau und seine Mutter verlangen von ihm, das Kind zu töten. Ein Albtraum beginnt. An diesem Hof der finsteren Menschen gibt es nur zwei Lichtgestalten: Akim, der unter- drückte Mann der Giftmischerin, und der Knecht Mitrič. Beide sehen als einzige in der Gier nach Geld die Ursache der Verrohung und benennen eine Wahrheit, die niemand hören will. Doch man verlacht sie als komische Heilige. Wer will schon auf das liebe Geld verzichten, wenn man es durch ein wenig Gift und Raffinesse in großen Mengen bekommen kann? Statt Befriedigung bringt der Wohlstand die finstersten Abgründe aller Bewohner zutage.

Tolstois erstes Drama von 1886 ist ein Höhepunkt des russischen Naturalismus, das die russische Zensur lange verboten hatte und im Théâtre Libre in Paris 1888 zur Uraufführung kam. Konstantin Stanislawski gelang 1902 die Aufführung am Tschechow-Kunsttheater Moskau.


Besetzung

Bühne
Kostüme
Musik
Dramaturgie

Anisja, seine zweite Frau
Akulina, Tochter aus erster Ehe
Anjutka, zweite Tochter
Nikita, der Knecht
Akim, Nikitas Vater
Matrjona, seine Frau
Marina, eine Waise
Mitrič, alter Knecht

Partner




Kontakt        Impressum & Mediadaten