»Fräulein Julie«
frei nach August Strindberg
Regie: Katie Mitchell und Leo Warner (ca. 85 Min.)
Regie: Katie Mitchell und Leo Warner (ca. 85 Min.)
Eine Fassung von Katie Mitchell
Deutsch von Maja Zade
Premiere war am 25. September 2010
Während des Mittsommernachtsfestes treffen die junge Adelige Julie und Jean, der Diener ihres Vaters, in der Küche des gräflichen Hauses aufeinander. Während seine Verlobte, die Köchin Kristin, immer wieder hereinkommt und schließlich am Küchentisch einschläft, flirtet Julie ungehemmt mit Jean. In den frühen Morgenstunden begleitet sie ihn in sein Zimmer und schläft mit ihm. Nach der Liebesnacht sind die Rollen plötzlich vertauscht: Jetzt ist Jean der Stärkere und Julie die Gedemütigte, die ihre Jungfräulichkeit an einen Bediensteten verloren hat. Jean überredet Julie, Geld von ihrem Vater zu stehlen und mit ihm zu fliehen. Schließlich gibt er Julie sein Rasiermesser und drängt sie zum letzten Ausweg, der ihr bleibt: Selbstmord.
Katie Mitchell und Leo Warner inszenieren das Kammerspiel als einen live auf der Bühne entstehenden Film. Dabei verlagert sich das Gewicht der Strindbergschen Figuren grundlegend: denn der Film ist gedreht aus der Perspektive von Kristin, die damit zur eigentlichen Hauptfigur wird. Aus der Küche beobachtet sie in schmerzhaftem Voyeurismus das Liebesdrama zwischen Jean und Julie – und wird so zur sprachlosen Zeugin des Geschlechterkampfs.
Katie Mitchell war von 1996 bis 1998 Hausregisseurin an der Royal Shakespeare Company und von 2000 bis 2004 Hausregisseurin am Royal Court Theatre in London. Seit 1994 arbeitet sie regelmäßig am Royal National Theatre in London, wo sie u.a. Dostojewskis »Der Idiot«, Woolfs »The Waves« und Bruckners »Krankheit der Jugend« inszenierte. Mitchell arbeitet auch als Opernregisseurin, u.a. an der Königlichen Oper Kopenhagen, der English National Opera und bei den Salzburger Festspielen. In der Spielzeit 2008/09 inszenierte sie »Wunschkonzert« von Franz Xaver Kroetz am Schauspiel Köln, das 2009 zum Berliner Theatertreffen eingeladen war. »Fräulein Julie« ist ihre erste Regiearbeit in Berlin.
Leo Warner ist Videokünstler. Er arbeitet für Schauspiel- und Opernproduktionen, oft mit Katie Mitchell zusammen.
Gastspiele:
Paris (März 2012)
Athen (Juni 2012)
Stockholm (Juni 2012)
Avignon (Juli 2011)
Zagreb (September 2012)
Moskau (Dezember 2012)
Deutsch von Maja Zade
Premiere war am 25. September 2010
Während des Mittsommernachtsfestes treffen die junge Adelige Julie und Jean, der Diener ihres Vaters, in der Küche des gräflichen Hauses aufeinander. Während seine Verlobte, die Köchin Kristin, immer wieder hereinkommt und schließlich am Küchentisch einschläft, flirtet Julie ungehemmt mit Jean. In den frühen Morgenstunden begleitet sie ihn in sein Zimmer und schläft mit ihm. Nach der Liebesnacht sind die Rollen plötzlich vertauscht: Jetzt ist Jean der Stärkere und Julie die Gedemütigte, die ihre Jungfräulichkeit an einen Bediensteten verloren hat. Jean überredet Julie, Geld von ihrem Vater zu stehlen und mit ihm zu fliehen. Schließlich gibt er Julie sein Rasiermesser und drängt sie zum letzten Ausweg, der ihr bleibt: Selbstmord.
Katie Mitchell und Leo Warner inszenieren das Kammerspiel als einen live auf der Bühne entstehenden Film. Dabei verlagert sich das Gewicht der Strindbergschen Figuren grundlegend: denn der Film ist gedreht aus der Perspektive von Kristin, die damit zur eigentlichen Hauptfigur wird. Aus der Küche beobachtet sie in schmerzhaftem Voyeurismus das Liebesdrama zwischen Jean und Julie – und wird so zur sprachlosen Zeugin des Geschlechterkampfs.
Katie Mitchell war von 1996 bis 1998 Hausregisseurin an der Royal Shakespeare Company und von 2000 bis 2004 Hausregisseurin am Royal Court Theatre in London. Seit 1994 arbeitet sie regelmäßig am Royal National Theatre in London, wo sie u.a. Dostojewskis »Der Idiot«, Woolfs »The Waves« und Bruckners »Krankheit der Jugend« inszenierte. Mitchell arbeitet auch als Opernregisseurin, u.a. an der Königlichen Oper Kopenhagen, der English National Opera und bei den Salzburger Festspielen. In der Spielzeit 2008/09 inszenierte sie »Wunschkonzert« von Franz Xaver Kroetz am Schauspiel Köln, das 2009 zum Berliner Theatertreffen eingeladen war. »Fräulein Julie« ist ihre erste Regiearbeit in Berlin.
Leo Warner ist Videokünstler. Er arbeitet für Schauspiel- und Opernproduktionen, oft mit Katie Mitchell zusammen.
Gastspiele:
Paris (März 2012)
Athen (Juni 2012)
Stockholm (Juni 2012)
Avignon (Juli 2011)
Zagreb (September 2012)
Moskau (Dezember 2012)
Besetzung
Autor
Regie
Bühne und Kostüme
Licht
Sounddesign
Musik
Dramaturgie
Kristin
Jean
Julie
Kristin Double
Kristin Hände
Kamera
Geräusche
Weitere Kamera- aufnahmen, Geräusche und Stimmen aus dem Off
Ensemble
Violoncello
Chloe Miller
Partner














