Aktuell
Postdemokratie: Die vertagte Krise – oder Demokratie und Kapitalismus als Hase und Igel
Wolfgang Streeck im Gespräch mit Carolin Emcke
> Am 26.05.2013 um 12.00 Uhr
Die Krise des demokratischen Kapitalismus dauert an, im rasenden Stillstand scheint die nationalstaatliche, parlamentarische Demokratie dem ökonomischen Diktat hinterher zu hecheln, ohne dass Zeit bliebe, die Ursachen der Krise genauer zu betrachten. Ist die Spannung zwischen Demokratie und Kapitalismus wirklich so neu? Liegt es tatsächlich allein am demokratischen Defizit der Europäischen Union, dass die legitimen Instrumente zur transnationalen Lösung der Krise als soziale Krise fehlen? In seinem neuen Buch »Gekaufte Zeit – die vertagte Krise des demokratischen Kapitalismus« reiht Wolfgang Streeck die aktuellen Fragen ein in den historischen Kontext der langen neoliberalen Transformation, in der die normativen Voraussetzungen einer sozialen, gerechten Gesellschaft unterwandert werden.
Wolfgang Streeck ist Geschäftsführender Direktor am Max-Planck-Institut für Gesellschaftsforschung (MPIfG).
»Streitraum extra: Eine ausgesandte Frage«
Der israelische Schriftsteller David Grossman im Gespräch mit Carolin Emcke
> Am 09.06.2013 um 12.00 Uhr
David Grossman spricht über die Frage, ob Trauer eine zeitliche Grenze kennt, wie sich weiterleben lässt nach einem Verlust und wie sich verhindern lässt, dass Trauer sich in Zorn und Ressentiment wandelt. Und warum dies nicht nur eine individuelle, private, sondern auch eine kollektive, politische Frage ist in zerklüfteten Gesellschaften, die durch Krieg und Gewalt immer wieder versehrt werden.
Streitraum 2012/13
»Postdemokratie – Ist die Demokratie am Ende oder nur die Verkrustung, die sie gelähmt hat?«
Der Streitraum will sich in der Spielzeit 2012/13 den systematisch-philosophischen Fragen stellen, die seit den Publikationen von Colin Crouch und Jacques Rancière den europäischen Diskurs bewegen. Wie immer werden jedoch auch Künstler und Filmemacher eingeladen, mit anderen Mitteln und Formen der Auseinandersetzung unsere Gesprächsreihe zu bereichern. Gezeigt und verhandelt werden sollen Videos, Filme und Performances neben philosophisch-soziologischen Analysen und Theorien.
Bisherige Veranstaltungen der Spielzeit 2012/2013
> 21.4.2013
Postdemokratie – Jenseits der Nationalstaaten?
Claus Leggewie im Gespräch mit Carolin Emcke
Zur Debatte um die Postdemokratie gehört auch die Frage der Utopie-Losigkeit. Die politischen Debatten beschränken sich zur Zeit vielfach auf Krisen- Bewältigung, Spar-Reformen und das Verhindern des Zusammenbruchs Europas. Aber es dringen kaum mehr europäische Erzählungen in die Öffentlichkeit, die einen neuen Horizont aufzeigen, die ein positives Bild zeichnen davon, wie wir in Europa jenseits der alten nationalstaatlichen Konzepte und Haushalte leben wollen. Dagegen setzt der Kulturwissenschaftler Claus Leggewie mit seinem neuen Buch eine Vision von Europa rund ums Mittelmeer. Eine Gegend, über die wir momentan vor allem aus Berichten über Flüchtlinge hören, die auf dem Weg nach Europa ihr Leben riskieren, und die Leggewie stattdessen als Region für ein neues staatliches Modell anbieten will.
Eine Diskussion mit dem Autor von »Zukunft im Süden: Wie die Mittelmeerunion Europa wiederbeleben kann« (2012), moderiert von Carolin Emcke.
> 3.2.2013
»Streitraum extra: Asyl in Deutschland!? Zur Situation der Flüchtlinge in Deutschland 20 Jahre nach dem »Asylkompromiss««
Canan Bayram, Patras (Patrick) Bwansi und Thomas Gebauer im Gespräch mit Carolin Emcke.
Aus aktuellem Anlass widmet sich der Streitraum im Februar der neu aufgeflammten Asyldebatte in Deutschland. 20 Jahre nachdem mit dem »Asylkompromiss« das Grundgesetz geändert wurde, kam es 2012 zu einer in Deutschland bisher einmaligen Protestwelle von Flüchtlingen gegen das deutsche Asylrecht. Ausgehend vom Hungerstreik iranischer Flüchtlinge in Würzburg weitete sie sich im Sommer auf zwölf Protestcamps in verschiedenen Städten Deutschlands aus. In Berlin, dem Zentrum der selbstbestimmten Bewegung, fand im Oktober mit 6000 Teilnehmern die bisher größte Demonstration zum Thema Flüchtlinge in Deutschland statt. Zentrale politische Forderungen der Flüchtlinge sind u. a. die Abschaffung der Residenzpflicht, die drastische Verkürzung der Antragsbearbeitung und der Stopp aller Abschiebungen. Wie beurteilen Politiker und Betroffene die Lage von Asylbewerbern? Muss das bestehende Asylrecht reformiert werden? Oder hat es sich bewährt?
Canan Bayram, geb. 1966 in Malatya/Türkei. Rechtsanwältin, Mitglied des Abgeordnetenhauses sowie Sprecherin für Integration, Migration und Flüchtlinge der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen im Abgeordnetenhaus von Berlin. 2006 zog sie als Direktkandidatin für die SPD ins Abgeordnetenhaus ein. Im Mai 2009 trat Canan Bayram aus der SPD aus und wurde Mitglied von Bündnis 90/Die Grünen. Zudem ist sie Mitglied in den Ausschüssen Inneres, Sicherheit und Ordnung, Verfassungs- und Rechtsangelegenheiten, Verbraucherschutz, Geschäftsordnung sowie im Sonderausschuss „Wasserverträge“. Sie setzt sich besonders für die Themen Migration, Integration, Flüchtlinge und Antidiskriminierung ein. Dazu gehört für sie die doppelte Staats¬bürgerschaft und das Wahlrecht für Drittstaatsangehörige auf kommunaler Ebene. Canan Bayram ist stellvertretendes Mitglied im Verfassungsschutzausschuss, Richterwahlausschuss.
Thomas Gebauer, Diplom-Psychologe, ist seit 1996 Geschäftsführer der Frankfurter sozialmedizinischen Hilfs- und Menschenrechtsorganisation medico international. Zu seinen Arbeitsschwerpunkten zählen globale Gesundheitspolitik, die psychosoziale Versorgung von Kriegs- und Gewaltopfern sowie das internationale Campaining für eine andere, eine solidarische Welt. Er ist einer der beiden Gründer der „Internationalen Kampagne zum Verbot von Landminen“, die 1997 mit dem Friedensnobelpreis ausgezeichnet wurde. Gemeinsam mit seinen Mitstreitern nahm er damals den Preis in Oslo entgegen.
Patras (Patrick) Bwansi, geb. 1979 in Uganda, Maler und Textildesigner und seit 2010 in Deutschland. Er stellte einen Antrag auf Asyl in Berlin in der Zentralen Aufnahmeeinrichtung des Landes Berlin für Asylbewerber (ZAA), von dort wurde er zur Ausländerbehörde in München geschickt, wo ihm das Asylbewerberheim in Breitenberg (Passau) zugewiesen wurde. Im Juli 2011 startete er seine politischen Aktivitäten in Passau (campagne against state human abuse), im Juli 2012 verließ er das Lager um sich der Flüchtlingsprotestbewegung (No Border Camp) in Köln/Düsseldorf anzuschließen, im Oktober brach er endgültig die Residenzpflicht und kam als Zeichen des zivilen Ungehorsams nach Berlin und schloss sich der Protestbewegung am Oranienplatz an. Seitdem beteiligte er sich an unterschiedlichen Aktionen, die mehrmals mit Festnahmen endeten. Darüber hinaus organisierte er Workshops für Flüchtlinge und startete die Kampagne gegen rassistische Polzeigewalt. Sein Hauptanliegen ist die Stärkung der Rechte von Flüchtlingen und AktivistInnen und die Durchsetzung ihrer Menschenrechte.
> 6.1.2013
»Digitale Demokratie – ist das noch postdemokratisch oder schon nicht mehr?«
Christoph Bieber, Anke Domscheit-Berg, Stefan Niggemeier und Malte Spitz im Gespräch mit Carolin Emcke
Wenn von »Fluid Democracy« gesprochen wird, was heißt das? Was bedeutet der Strukturwandel der Öffentlichkeit für gesellschaftliche Selbstverständigungsdiskurse? Zerfällt die Öffentlichkeit zunehmend in partikulare Milieus oder bietet die digitale Revolution erst die Möglichkeit, zurückgelassene oder ausgeschlossene Gruppen und Minderheiten wieder einzubinden? Beobachten wir zur Zeit eine Verflüssigung der Demokratie, eine Auflösung der Strukturen und Tempi, nach denen politische Entscheidungsprozesse reguliert werden? Oder erweitern die digitalen Medien und Social Networks die partizipativen Aspekte der Demokratie? Wie reagieren die politischen Akteure darauf? Welche Freiheiten werden geschützt und erweitert durch die digitale Revolution und welche beschränkt sie? Welche Regelungsinstrumente braucht es, welche Gesetze? Können wir mit Hilfe der digitalen Revolution die Entwicklung zur Postdemokratie überwinden?
> 9.12.2012
»Säkularismus oder Post-Religion – welche Rolle spielt der Glaube noch in der gegenwärtigen Demokratie?«
Heinz Bude, Dieter Grimm und Jan Roß im Gespräch mit Carolin Emcke
Wir leben in post-religiösen Zeiten, so lautet die These im jüngsten Buch des Autors Jan Roß, »Die Verteidigung des Menschen«. Debatten wie die um das Beschneidungsurteil scheinen Symptome für ein säkulares Selbstverständnis zu sein, das zwischen Religion und Demokratie zunehmend einen Widerspruch fi ndet. Welche Rolle spielt individuelle Frömmigkeit, ganz gleich, ob jüdisch, muslimisch oder christlich, noch in unserer Gesellschaft? Welche normative, soziale Funktion kommt der Religion in postmodernen Gesellschaften zu? Taugen nicht allein nach-metaphysische Begründungen für politische Ordnungen in multi-ethnischen, multi-religiösen Gesellschaften? Was meinen wir, wenn wir von Religionsfreiheit sprechen: Freiheit vom Glauben oder Freiheit zu glauben? Bedeutet ein Abnehmen religiöser Überzeugungen einen Gewinn an Toleranz oder eine Verarmung an Bezügen und Geschichten?
Heinz Bude ist Soziologe und Leiter des Arbeitsbereichs »Die Gesellschaft der Bundesrepublik« am Hamburger Institut für Sozialforschung.
Dieter Grimm ist Professor für Öffentliches Recht, Richter des Bundesverfassungsgerichts a.D., Rektor des Wissenschaftskollegs zu Berlin a.D.
Jan Roß ist Redakteur der ZEIT und dort für die Koordination der außenpolitischen Berichterstattung zuständig.
> 18.11.2012
»Demokratie oder Medienherrschaft – wo leben wir eigentlich?«
Thomas Meyer, Thomas Krüger und Evelyn Roll im Gespräch mit Carolin Emcke
Wenn von Postdemokratie gesprochen wird, von einem schleichenden Aushöhlen demokratischer Strukturen und Prozesse, dann muss auch vom Einfluss der Medien auf den politischen Willensbildungsprozess gesprochen werden: Haben die Medien längst die Politik »kolonisiert« wie das der Politikwissenschaftler Thomas Meyer behauptet? Oder bedienen sich die Repräsentanten der Parteiendemokratie der Medien, um mit immer geschickterer Selbst-Inszenierung immer weniger zu kommunizieren? Wer beobachtet da wen, wer führt wen vor: Wie hat sich das Verhältnis von Politikern und Medienvertretern verändert und wo findet in diesem bildlastigen, marketing-geschulten System noch der Prozess von gesellschaftlichen Selbstverständigungsdiskursen und sozialer Kritik statt, der für eine funktionierende Demokratie nötig ist?
Thomas Krüger, geb. 1959 in Thüringen, studierte evangelische Theologie. Arbeit als Vikar. Mitbegründer der SDP in der DDR. Erster Stellvertreter des Oberbürgermeisters in Ost-Berlin 1990–91. Stadtrat für Inneres beim Magistrat Berlin und in der gemeinsamen Landesregierung. 1991–94 Senator für Jugend und Familie im Senat von Berlin. Seit 1994 Mitglied des Bundestages, heute ordentliches Mitglied in der Enquete-Kommission »Zukunft der Medien in Wirtschaft und Gesellschaft«. Seit 1995 Präsident des Deutschen Kinderhilfswerkes, seit 2000 Präsident der Bundeszentrale für politische Bildung, seit 2003 Mitglied der Kommission für Jugendmedienschutz (KJM).
Prof. Thomas Meyer, geb. 1943. Prof. em. für Politikwissenschaft der Technischen Universität Dortmund. Studierte Philosophie, Politikwissenschaft und Deutsche Literatur in Frankfurt. 1973 Promotion zum Thema »Der Zwiespalt in der Marx’schen Emanzipationstheorie: Studie zur Rolle des proletarischen Subjekts.« Habilitation 1977. SPD-Mitglied und stellvertretender Vorsitzender der Grundwertekommission der Partei. Mitherausgeber und seit 2008 Chefredakteur der Zeitschrift Neue Gesellschaft Frankfurter Hefte. Er lehrt an der Akademie für Soziale Demokratie der Friedrich-Ebert-Stiftung. Veröffentlichungen u. a. »Mediokratie. Die Kolonisierung der Politik durch die Medien« (2001).
Evelyn Roll, geb. 1952. Studierte Germanistik und Politikwissenschaften in Freiburg. Anschließend Journalistikstudium in Mainz. Seit 1983 Redakteurin der Süddeutschen Zeitung, zunächst als Korrespondentin, dann als Redaktionsleiterin in Frankfurt am Main und von 1995–99 in Berlin. Sie ist Leitende Redakteurin der Süddeutschen Zeitung und arbeitet in Berlin als Autorin und Reporterin. Autorin politischer Biographien, u. a. über Oskar Lafontaine (1992) und Angela Merkel: »Das Mädchen und die Macht« (2001) und »Die Kanzlerin: Angela Merkels Weg zur Macht« (2009). Auszeichnung mit dem Journalistenpreis der Stadt Frankfurt und dem Theodor-Wolff-Preis (2000).
> 7.10.2012
»Postdemokratie – Ist die Demokratie am Ende oder nur die Verkrustung, die sie gelähmt hat?«: Eröffnung
Colin Crouch im Gespräch mit Carolin Emcke
Seit Colin Crouchs Thesen zur Postdemokratie schwelt die Debatte um den Legitimationsverlust der klassischen repräsentativen Demokratie. Bedeutet die Diagnose von der Krise der Institutionen ein Versprechen auf Re-Politisierung der Gesellschaft, der zivilgesellschaftlichen Akteure? Oder besteht die Demokratie nur noch aus der formalen Hülle ihrer Institutionen, die durch eine elitäre Kultur von Experten ersetzt wurde? Gerade in der Finanzkrise scheint der Mangel demokratischer Verständigungsprozesse im eiligen Tempo marktförmiger Entscheidungen der politischen Akteure besonders eklatant.
Liegt in der postdemokratischen Phase eine Wiederbelebung der demokratischen Intuitionen, die sich nur in anderen Genres des politischen Engagements äußern? Wenn es stimmt, dass wir im Moment eine doppelte Krise der Repräsentation erleben, eine der parlamentarischen Demokratie und ihrer Partei-Politik und andererseits der Medien, die sie kritisch begleiten und hinterfragen sollen, dann muss sich der Streitraum auch mit der Frage nach dem Ort und der Sprache gesellschaftlicher Selbstverständigung beschäftigen: Welche anderen Sprachen der Vermittlung könnten das sein, über die sich soziale Bewegungen oder bislang eher ausgeschlossene Milieus artikulieren können? Welche Rolle spielen dabei Theater, Film und Social Media? Wie wirkt sich der Strukturwandel der Öffentlichkeit auf die Chancen demokratischer Veränderungen aus?
Colin Crouch wurde 1944 geboren. Soziologiestudium an der London School of Economics and Political Science. 1975 Doktor der Philosophie an der Oxford University. Von 1972–2004 lehrte er u. a. an der Oxford University und am Europäischen Hochschulinstitut in Florenz. Seit 1997 ist er Auswärtiges Wissenschaftliches Mitglied des Max-Planck-Instituts für Gesellschaftsforschung und seit 2005 Leiter des Institute of Governance and PublicManagement an der Warwick Business School. Er ist Mitglied der BritishAcademy. Zu seinen Publikationen zählen u. a. »Postdemokratie« (2008) und »Das befremdliche Überleben des Neoliberalismus: Postdemokratie II« (2011), wofür er 2012 den Preis »Das politische Buch« der Friedrich-Ebert-Stiftung erhielt.
Streitraum 2011/12
»Angst essen Seele auf«
Angst dominiert unser Denken und unsere Politik. Angst vor der atomaren Katastrophe, Angst vor dem Tod, Angst vor dem Fremden, Angst vor dem sozialen Abstieg. Es gibt kurzfristige Ängste und langfristige. Ängste, die sich an Bildern festmachen, an etwas Sichtbarem, Ängste, die sich auf etwas Unsichtbares beziehen, auf etwas, das gar nicht da ist, auch. Wie rational oder irrational sind diese sozialen, existentiellen Ängste? Welche Ängste brauchen wir, welche schaden uns? Welche haben wir unterdrückt, welche haben wir verdrängt? Wie verändern sie unsere Gesellschaft, wie untergraben sie Begriffe und Werte eines offenen, liberalen Europas? Wie manipulativ wird die Angst als Instrument politischer Agitation genutzt? Welche ästhetische Sprache verkleidet die Angst? Welche löst sie aus? Welche Rolle spielen Kunst und Künstler dabei, die hysterische, subversive Kraft der Angst zu brechen und zu ironisieren? Über diese Fragen will der Streitraum in der Spielzeit 2011/12 mit Filmemachern und Soziologen, Anthropologen und Schriftstellern, Politikern und Künstlern debattieren.
Nutzung des Titels mit freundlicher Genehmigung der Rainer Werner Fassbinder Foundation (RWFF).
Streitraum-Veranstaltungen der Spielzeit 2011/12:
13.5.2012 um 12.00 Uhr
»Mythos und Wirklichkeit von Sinti und Roma – oder die Konstruktion
einer europäischen Angst«
Mit welchen Bildern vom »Zigeunerleben« wachsen wir auf? Welche alten Ressentiments gegenüber Sinti und Roma bestimmen noch heute den politischen Diskurs? Welche historischen Wurzeln des Antiziganismus ziehen sich bis in die europäische Gegenwart? Warum wird in der Öffentlichkeit die Fremdenfeindlichkeit gegen Juden oder Muslime problematisiert, der Antiziganismus aber erstaunlich wenig kritisiert? Wie sieht die Lebenswirklichkeit der Sinti und Roma in Europa – jenseits von Folklore und alten Mythen – in Ungarn, Frankreich oder Deutschland aus?
Prof. Dr. Klaus-Michael Bogdal, Bence Fliegauf und Romani Rose im Gespräch mit Carolin Emcke
>22.4.2012
»Rechter Terror und der Inlandsgeheimdienst oder: Wer überwacht eigentlich die Überwacher?«
Prof. Günter Frankenberg, Frank Jansen, Kenan Kolat und Bernd Wagner im Gespräch mit Carolin Emcke
>11.3.2012
»Quo vadis, Berlin? Zwischen Angst vor Gentrifizierung und Angst vor Verarmung«
Prof. Dr. Martin Kronauer und Dr. Franz Schulz im Gespräch mit Carolin Emcke
> 12.2.2012
»Meine Krise, deine Krise oder: Wer hat Angst vor dem sozialen Abstieg«
Dr. Marcus Balzereit, Prof. Robert Castel und Prof. Dr. Harald Welzer im Gespräch mit Carolin Emcke
> 15.1.2012
»Antisemitismus in Ungarn - Was tun?«
Ágnes Heller, Prof. Paul Lendvai, Ivan Nagel und András Schiff im Gespräch mit Carolin Emcke
> 18.12.2011
»Das Unbehagen in der Gesellschaft – oder wie sich Freiheit und Angst verbinden«
Alain Ehrenberg im Gespräch mit Carolin Emcke
> 20.11.2011
»Angst vor der Gefahr oder Gefahr vor lauter Angst«
Friedrich von Borries und Prof. Dr. Bernd Greiner im Gespräch mit Carolin Emcke
> 9.10.2011
»Angst essen Seele auf«: Eröffnung
Patrick Bahners und Yassin Musharbash im Gespräch mit Carolin Emcke
Streitraum 2010/11
»Mythos Aufklärung – Wie aufgeklärt sind wir wirklich?«
Es sind zwei Themenkomplexe, die zuletzt die Öffentlichkeit erregten: die Debatte um den Islam und die um den sexuellen Missbrauch. An der Emotionalität der Diskussion ließ sich letztlich auch eine enorme gesellschaftliche Verunsicherung über die eigenen Werte ablesen. Interessanterweise kreisen beide Themenfelder im philosophisch-politischen Kern um die Frage der Aufklärung:
I) Religion und Säkularisierung: Wie vereint ein säkularer Staat unterschiedliche Religionen? Wie lassen sich Moderne und Religion zusammen denken? Wie lässt sich Religion kritisieren? Welche medialen Bilder verfestigen Ressentiments und Orthodoxie? Wie klassenspezifisch werden diese Fragen diskutiert? Keine dieser Fragen lässt sich ohne Rekurs auf den Begriff der Aufklärung denken – doch: Wie aufgeklärt sind wir Europäer wirklich?
II) Sexualität und Erziehung: Wie lebt sich eine Sexualität, über die sich nicht sprechen lässt? Ab wann ist ein Jugendlicher ein sexuelles Subjekt? Wie lässt sich Sexualität vermitteln, ohne sie vorwegzunehmen? Welche Männlichkeits- oder Weiblichkeitsbilder dominieren diesen Diskurs? Welche Bilder bürgerlicher Lebensformen werden daran gekoppelt?
Auch hier ist der Begriff der Aufklärung zentral: was ist ein aufgeklärter Umgang mit Sexualität? Wie sollte eine Erziehung von Jugendlichen im Geiste der Aufklärung heute
aussehen? Besonders wichtig sollte dabei auch die Schnittstelle zwischen beiden Diskursen sein: die Frage von Islam und Sexualität.
Wie in den letzten Spielzeiten wird der Streitraum auch die Frage der Darstellung von Themen und Identitäten mitverhandeln und die Suche nach überzeugenden Erzählformen von Geschichten weiterverfolgen. Zentrales Thema soll die Darstellbarkeit von Elend sein. Was ist heute überhaupt Elend? Wie wäre es darzustellen, um die Frage nach der gesellschaftlichen Teilhabe aller neu zu stellen.
Streitraum-Veranstaltungen der Spielzeit 2010/11:
> 22.5.2011
»Kunst und Kritik in Iran – oder die (fast) schon vergessene Revolution«
Dr. Walter Posch, Ali Samadi-Ahadi u.a. im Gespräch mit Carolin Emcke
> 3.4.2011
»Mythos Aufklärung – oder was wir noch fragen wollten in Sachen RAF«
Prof. Dr. Michael Buback und Dr. Wolfgang Kraushaar im Gespräch mit Carolin Emcke
> 20.2.2011
»Muslime und Homosexualität - oder die doppelte Diskriminierung«
Volker Beck, Hilal Sezgin und Prof. Dr. María do Mar Castro Varela im Gespräch mit Carolin Emcke
> 23.1.2011
»Mein Muslim, dein Muslim – wie das Bild vom Islam in der Öffentlichkeit entworfen wird«
Dr. Naika Foroutan, Prof. Dr. Rainer Geißler und Dr. Sabine Schiffer im Gespräch mit Carolin Emcke
> 12.12.2010
»Die ›Überflüssigen‹ – oder wie Menschen in die Unsichtbarkeit gedrängt werden«
Julia Friedrichs, Volker Lösch und Sonia Seymour Mikich im Gespräch mit Carolin Emcke
> 28.11.2010
»Die Kinder Abrahams und der neue Kampf um alte Tabus – Religion und Sexualität«
Michael Goldberger, Dr. Thomas Römer und Hilal Sezgin im Gespräch mit Carolin Emcke.
> 3.10.2010
Zu Gast im Deutschen Historischen Museum
»Geschichte in Geschichten – Wie erzählt sich die Erfahrung der Wiedervereinigung?«
Navid Kermani, Katja Lange-Müller, Moritz Rinke und Jana Simon mit Carolin Emcke.
Konzept
Die Schaubühne veranstaltet seit Januar 2000 die Reihe »Streitraum« und lädt dazu monatlich Kapazitäten der Kultur-, Sozial- oder Geisteswissenschaften ein. So hatten wir in jüngster Vergangenheit Gäste wie Pierre Bourdieu, Jean Beaudrillard, Naomi Klein, Richard Rorty, Benjamin Barber, Joseph Stiglitz, Judith Butler, Eric Hobsbawn oder Ryszard Kapusziski, auf unserem Podium.Ihren Anfang hat diese Reihe bereits 1996 in der Baracke am Deutschen Theater, Berlin unter der Leitung von Jens Hillje genommen. Seitdem erfreut sich der »Streitraum« eines hohen Niveaus und großer Resonanz.
Moderatorin
Carolin EmckeJahrgang 1967, studierte Philosophie, Politik und Geschichte in London, Frankfurt am Main und Harvard; Promotion in Philosophie über den Begriff »Kollektiver Identitäten«. Von 1998 bis 2006 war sie Redakteurin beim »Spiegel« und als Auslandsredakteurin in vielen Krisengebieten unterwegs. 2003/04 war Carolin Emcke Visiting Lecturer für Politische Theorie an der Yale University mit Seminaren über »Theorien der Gewalt« und »Zeugenschaft von Kriegsverbrechen«; seit 2007 ist sie internationale Reporterin für das »ZEIT.magazin«. Für ihr Buch »Von den Kriegen« wurde sie 2005 mit dem Preis »Das politische Buch« der Friedrich-Ebert-Stiftung und 2006 mit dem Förderpreis des Ernst-Bloch-Preises ausgezeichnet. Im Oktober 2010 erhielt sie den Otto Brenner Preis für Kritischen Journalismus für ihren Text »Liberaler Rassismus« (Die Zeit), im Dezember 2010 wurde ihr der Deutsche Reporterpreis in der Kategorie »Beste Reportage« verliehen und sie wurde von der Jury des Medium Magazins zur »Journalistin des Jahres« gewählt.
www.carolin-emcke.de
Archiv
2009/10»Öffentlichkeit und Vertrauen – was brauchen wir zum Überleben?«
11.Oktober 2009
»Öffentlichkeit und Vertrauen – wie viel Zweifel an unseren Medien brauchen wir?«
Micha Brumlik, Kuno Haberbusch, Thomas Krüger und Stefan Niggemeier im Gespräch mit Carolin Emcke
29. November 2009
»Afghanistan – Der Krieg, der keiner sein darf und den wir führen«
Mariam Notten, Annette Ramelsberger, Klaus Reinhardt und Constanze Stelzenmüller im Gespräch mit Carolin Emcke
13.Dezember 2009
»Architektur und Vertrauen – Der Streit um das Humboldt-Forum«
Nikolaus Hirsch, Hermann Parzinger und Christian von Borries im Gespräch mit Ijoma Mangold
17. Januar 2010
»Öffentlichkeit und die Krise des Neoliberalismus«
Nancy Fraser im Gespräch mit Carolin Emcke
21. Februar 2010
»Was ist echt? – Öffentlichkeit und die Lüge vom authentischen Muslim«
Nurkan Erpulat, İpek İpekçioğlu und Hilal Sezgin im Gespräch mit Carolin Emcke
Videomitschnitt: Streitraum »Was ist echt?«
Streitraum Spezial | 7.März 2010
»Die Amerikas«
Daniel Link, Marcia Pally, Rafael Spregelburd und Edgar Chías im Gespräch mit Silvia Fehrmann und Jens Hillje
21. März 2010
»Common Wealth« oder »Was wir in einer gerechteren Gesellschaft gemeinsam besitzen können«
Michael Hardt im Gespräch mit Carolin Emcke
Videomitschnitt: Streitraum »Common Wealth« oder »Was wir in einer gerechteren Gesellschaft gemeinsam besitzen können«
18. April 2010
»Was ist echt? Oder die Inszenierung des Authentischen« (Teil 2)
Prof. Dr. Wolfgang Engler, Prof. Dr. Gertrud Koch, Thomas Ostermeier und Heinz Bude im Gespräch mit Carolin Emcke
Videomitschnitt: Streitraum »Was ist echt? Oder die Inszenierung des Authentischen« (Teil 2)
9. Mai 2010
»Wer hat Angst vorm schwulen Fußballhelden? Öffentlichkeit und Vertrauen«
Tatjana Eggeling, Sabine Hark und Marcus Urban im Gespräch mit Carolin Emcke
13. Juni 2010
»Kapitalismus und Vertrauen – eine Wechselbeziehung«
Richard Sennett und Falk Richter im Gespräch mit Carolin Emcke
2008/09
12.10.2008
Die RAF - oder der blinde Fleck der Geschichte
Ijoma Mangold im Gespräch mit Carolin Emcke und Prof. Dr. Winfried Hassemer
09.11.2008
Im Bannkreis des Verbotenen – von den Tabus in Palästina
Eine Diskussion im Rahmen von F.I.N.D.8 – Fokus Palästina, moderiert von Carolin Emcke
07.12.2008
Nichts muss bleiben, wie es ist: Der freie Markt im freien Fall?
Ernst-Wilhelm Händler, Dr. Max Otte, Jürgen Kaube und Erwin Wagenhofer im Gespräch mit Carolin Emcke und Ijoma Mangold
18.01.2009
»Die durchspitzelte Gesellschaft - Wie die Stasi Biographien formte«
Rainer Börner, Christina Kanyarukiga, Christhard Läpple und Cornelia Schleime im Gespräch mit Ijoma Mangold
22.2.2009
Leben spenden – oder warum Gutes zu tun auch tabuisiert sein kann
Slavenka Drakulić im Gespräch mit Carolin Emcke
Eva Meckbach liest aus dem Buch der Autorin
22.3.2009
Ohnmächtige Gerechtigkeit – Woran sich die Moral die Zähne ausbeißt
Günter Schwaiger und Norbert Gstrein im Gespräch mit Carolin Emcke und Ijoma Mangold
26.4.2009
Ein Bild der Krise – oder: Ist die moderne Ökonomie noch darstellbar?
Carolin Emcke und Ijoma Mangold im Gespräch mit Harun Farocki und Kathrin Röggla
17.5.2009
Eine Zukunft ohne Tabus – oder was Gesellschaften doch noch heilig ist
Prof. John Borneman, Prof. Thomas Hauschild, Rechtsanwalt Dr. Endrik Wilhelm (u.a.) im Gespräch mit Carolin Emcke und Ijoma Mangold
28.6.2009
Onanie – Tabuisierung der Lust oder die Lust an der Tabuisierung
Thomas W. Laqueur im Gespräch mit Carolin Emcke
2007/08
09.09.2007
Klima und Kulturrevolution
21.10.2007
Second Life oder das richtige Leben im Falschen
Prof. Sabine Trepte, Prof. Miriam Meckel, Antje Ravic Strubel, und Carolin Emcke.
02.12.2007
Kampf-Absage an den Kampf der Kulturen
10.02.2008
Blackwater-oder Privatisierung des Kriegs
30.03.2008
1968 - eine Emanzipationsbewegung...
27.04.2008
Die Klimakriege
25.05.2008
Globalisierungscountdown
15.06.2008
Moderne ohne Freiheit
2006/07
08.10.06
Terry Eagleton: Gott - oder Sozialismus?
05.11.06
Hartmut Rosa, Hermann Scheer: Rasender Stillstannd
03.12.06
Mercedes Bunz, Lawrence Lessig: Die Zukunft der Ideen
28.01.2007
Politische Ökonomie des Gehirns
04.02.07
Micha Brumlik, Bernd Schultz und Uwe-Karsten Heye:
Antisemitismus - der Extremismus in der Mitte
01.04.07
Yael Ronen, Avishai Milstein, Shlomi Moshkovitz
Israelisches Selbstverständnis in der dritten Generation
13.05.07
Irshad Manji
Glaube ohne Angst - wie sich Islam und Freiheit vereinen lassen
2005/06
16.10.05
Pankaj Mishra: Der Buddha im Westen
27.11.05
Gerhard Paul, Andreas Genz: Bilder-Welten und Welt-Bilder
04.12.05
Tariq Ali: Die Rückkehr der Religionen
22.01.06
Andrea Nahles, Juli Zeh: Die Agonie der Demokratie – Was kommt nach dem Parlamentarismus?
19.02.06
Wolfgang Engler, Klaus Lang: Bürger ohne Arbeit – Über die Grundlagen für eine demokratische Gesellschaft
19.03.06
Ivaylo Ditchev, Boris Buden: Fetisch Europa
23.04.06
Suketu Mehta, Didier Lapeyronnie: Maximum City – Leben und Sterben im Slum
14.05.06
Jan Philipp Reemtsma, Franz Janßen: Folter-Ende eines Tabus
2004/05
24.10.2004
Menschenrechte in Zeiten des Terrors
28.11.2004
Reform-Patient Deutschland
12.12.2004
Der Staat des Empire
23.01.2005
Die Neugründung Europas
20.02.2005
Angst des Terrors, Terror der Angst
20.03.2005
Apokalypse und Utopie
24.04.2005
Das Empire und Europa
22.05.2005
Juan Goytisolo im Gespräch mit Carolin Emcke
2003/04
14.09.03
Etienne Balibar, Adam Krzeminski: Mission Europa – Gibt es Visionen von der Zukunft Europas, die Kern- und Neu-Europäer teilen können?
19.10.03
Ignacio Ramonet, Herfried Münkler: Die Kriege des 21. Jahrhunderts
09.11.03
Wolfgang Engler, Heiner Geißler, Sven Giegold: Kapitalismus und Gerechtigkeit
14.12.03
Tariq Ali, Reinhard Hesse, Salah Abdel Sahfi, Bettina Gaus: Demokratie durch Krieg
25.01.04
Brendan Cowell, Falk Richter, Rafael Spregelburd: Kunst als Fünfte Gewalt
29.02.04
Prof. Dr. Rolf Kreibich, Dr. Frank Rodloff, Matthew D. Rose, Dr. Thilo Sarrazin: Pleite im System – Der Berliner Bankenskandal und die Demokratie
21.03.04
Hamideh Mohagheghi, Konrad Adam, Zafer Senocak: Das unerträgliche Kopftuch
18.04.04
Claudia Gehrke, Judith Kuckart, Juli Zeh: Rückblick auf die befreite Frau Weiblichkeit und Macht – hundert Jahre nach Lulu
23.05.04
Harald Ganns, Gerd Hankel, Ulrike von Pilar, Bettina Gaus: Der blinde Fleck Der Völkermord in Ruanda und das Versagen der übrigen Welt
06.06.04
Paolo Flores d"Arcais, Hermann Scheer: Die Demokratie beim Wort nehmen
2002/03
05.09.02
Michael Ignatieff, Falk Richter: Der Weltkrieg des 21. Jahrhunderts
06.10.02
Hernando de Soto, Elmar Altvater: Brauchen wir mehr Kapitalismus?
24.11.02
Nasr Hamid Abu Zaid, Navid Kermani: Modernisierung des Islams - Islamisierung der Moderne
15.12.02
Assia Djebar, Elke Schmitter: Eine weibliche Welt - »Nora« und die Folgen
19.01.03
Ruth Wedgwood, Tariq Ali, Falk Richter: Der grenzenlose Krieg und das amerikanische Imperium
16.02.03
Adolf Muschg, Ernst-Peter Fischer: Die Rationalisierung des Lebens
14.03.03
Wolfgang Schäuble, Herrmann Scheer, Adam Krzeminski: USA und Europa - Krieg der Zivilisation
30.0303.
Dirk Baecker, Friedhelm Hengsbach: Kapitalismus als Religion
27.04.03
Frank Bsirske, Wolfgang Engler: Krise der Arbeit - Reichtum an Möglichkeiten?
18.05.03
Franziska Augstein, Günter Gaus, Susanne Leineman: Keine Zeit für große Würfe? Die Intellektuellen im Zeitalter der Ich-AG
22.06.03 Emmanuel Todd, Jeffrey Gedmin: USA - Die Weltmacht im Niedergang?
2001/02
19.09.01
Nathan Glazer, Navid Kermani, Georg Elwert: Der neue Krieg
07.10.01
Hans-Jürgen Syberberg: Was bleibt: Heimat
18.11.01
Richard Rorty: Das Imperium und die neuen Barbaren
16.12.01
Biljana Sbrljanovic: Heimat im Supermarkt
20.01.02
Benjamin Barber: Djihad gegen McWorld
24.02.02
Elmar Altvater, Hermann Scheer: Die neue Internationale? Die Globalisierung des Widerstands
10.03.02
Daniel Cohn-Bendit: Der elende Weg der Grünen 14.04.02 Joseph Stiglitz, Oskar Lafontaine: Die Schatten der Globalisierung und die Ohnmacht der Politik
02.06.02
Joschka Fischer, Caroline Fetscher: Das Imperium und Europa
23.06.02
Dr. Thomas Flierl: Die Kunst: eine Stadt zu machen
2000/01
15.10.00
Jean Baudrillard: Der unmögliche Tausch - Künstliche Welten, wirkliche Freiheit
12.11.00
Slavoj Zizek: Kalte Freiheit - Gesellschaft ohne Familie
10.12.00
Ryszard Kapuscinski: Jenseits des neuen Lime
28.01.01
Andy Müller-Maguhn: Die Revolution im Netz?
11.02.01
John Gray: Nieder mit den freien Märkten
04.03.01
Naomi Klein: No Logo!
25.03.01
Eric Hobsbawm: 1789 und die Folgen
13.05.01
Judith Butler: body: recognizable/unrecognizable
01.07.01
Jakob Augstein, Wolfgang Engler, Mathias Greffrath, Thomas Ostermeier: Aporie und Integrität. Recherchieren für die Republik
1999/00
27.02.00
Thomas Ostermeier, Robert Schuster: Entpolitisierte Gesellschaft? Linke Gesellschaftskritik im Zeitalter der Neuen Mitte und der Auftrag des Theaters
26.03.00
Richard Sennett: The Sense of Touch
21.04.00
Marlene Streeruwitz, Oliver Marchart, Gerhard Ruiss, Wolfgang Engler, Uwe Mattheiss: Österreich ist woanders - was ist Haider? Die »Zivilgesellschaft« und der Rechtspopulismus in Europa
21.05.00
Thomas Brus, Matthias Lilienthal: Der fünfte Stand - Das Theater und das Ende der Arbeitsgesellschaft, 1.Teil
11.06.00
Pierre Bourdieu: Der fünfte Stand - 2. Teil
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Der Streitraum ist eine Veranstaltung der Schaubühne am Lehniner Platz und der Bundeszentrale für politische Bildung.www.bpb.de
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